eifelarchitektur

Bruder-Klaus-Kapelle in Mechernich-Wachendorf

Ein Ort der Stille, der Meditation und des Gebetes. 

Keine Kapelle im klassischen Sinn ist die dem heiligen Nikolaus von Flüe – genannt Bruder Klaus – gewidmete Feldkapelle. Es ist eine privat gestiftete (im Auftrag der Bauernfamilie Scheidtweiler aus dem nahegelegenen Wachendorf) und von dem  Schweizer Stararchitekten Peter Zumthor 2007 erbaute katholische Kapelle oberhalb der Ortschaft Mechernich-Wachendorf. Der Heilige Bruder Klaus ist Schutzpatron der Katholischen Landjugendbewegung.

Peter Zumthor ist unter anderem bekannt für den Bau des Kölner Diözesanmuseums Kolumna.

Die Kapelle ist relativ gut von der A1 aus zu erreichen, unweit von Bad Münstereifel entfernt. Direkt parken kann man an der Kapelle nicht. In Wachendorf gibt es einen Parkplatz, von dem aus läuft man ca. 20 Minuten zur Kapelle.

Freilicht Museum Kommern in Mechernich

das Museum zeigt wie Menschen früher gewohnt haben, im Museum kann man die original historische Fachwerkhäuser wie sie einmal in den Dörfern standen von außen und von innen ansehen. Es gibt verschieden Sektionen z.B. Westerwald, Eifel.

Aus Eigeninteresse hier ein paar Infos zur Eifel: ehemals war die ganze Eifel mit ihrem Vorland Fachwerkbau-Gebiet. Im nördlichen Teil der Eifel und in weiten Bereichen seines Vorlandes hat sich das Fachwerk als vorherrschende Bauweise bis weit ins 19. Jahrhundert gehalten.

Holzmangel und landesherrliche Bauordnungen bewirkten jedoch in einigen Gebieten seit dem 17. Jahrhundert den Übergang zu Massivbauweise, sofern geeignetes Baumaterial zur Verfügung stand. So setzte sich in dieser Zeit im Südteil der Eifel der Bruchsteinbau durch. Vom nördlichen Eifelvorland aus verbreitete sich seit dem 18. Jahrhundert der Backsteinbau.

Interessant im Freilichtmuseum ist der auffällige Unterschied der Bauten aus dem Westerwald und der Eifel – die dagegen fast etwas trostlos wirkt. Haus und Hof der Eifelbauern wirken bescheiden, alles ist kleiner und dürftiger. Wie war damals die Lage ? Die Böden waren schlecht, die Parzellen klein. Man muss sich die Eifel um 1800 als eine Wiesen- und Heidelandschaft vorstellen, auf der vor allem Schafherden weideten. Gleichzeitig verarmte die Bevölkerung zusehends, da die kargen Ackerböden keine reichen Ernten zuließen. Auch bei harter Arbeit lieferten sie nur geringe Erträge. Nur mühselig konnten die Hanglagen bewirtschaftet werden. Wald nahm daher einen Großteil der Fläche ein und wurde für Vieh genutzt, Viehhaltung rangierte vor dem Ackerbau.

Außerdem war die Eifel Durchmarschgebiet französischer Truppen zu allen möglichen Kriegsschauplätzen. Diese forderten von der einheimischen Bevölkerung „Fouragegelder“, was zur weiteren Verarmung beitrug. Mit Beginn der preußischen Herrschaft 1815 war die Eifel als ärmstes Randgebiet des Reiches (euch genannt „preußisch Sibirien“) nur aus militärischen Gründen von Interesse. Für preußische Beamte und Offiziere, überwiegend Protestanten, kam die Versetzung in die rein katholische Eifel einer Strafversetzung gleich.

Im 19. Jahrhundert kam es in der Eifel wiederholt zu schweren Hungersnöten, viele Eifelbewohner kannten keine andere Nahrung als Kartoffeln und Brot.

Als traditionell abgeschiedene Landschaft, in der die Bevölkerung eine stille und einfache Lebensweise pflegt, bot die Eifel eine gute Umgebung für allerlei Sagen, Legenden und Märchen, die an langen und kalten Winterabenden in den Bauernstuben erzählt wurden. Dazu gibt es zahlreiche Werke wie z.B. das Buch „Sagen und Legenden“ aus der Eifel von Christiane Flock, erschienen im Regionalia Verlag.

Adresse: LVR-Freilichtmuseum Kommern, Eickser Straße, 53894 Mechernich-Kommers, www.kommern.lvr.de

Von Köln aus ca. 30 Minuten Anfahrt über die A1

Bad Münstereifel: Das Secktürmchen

Durch Bad Münstereifel fließt das kleine Flüsschen „die Erft“, ein Grund dafür, dass sich dort zu vergangenen Zeiten verschiedene Tuchweber ansiedelten.

Wer hätte das gewusst 🙂 ? Um früher Schafswolle verarbeiten zu können setzte man ihr neben Wasser verschiedene andere Stoffe zu, darunter Soda und Urin. Weil diese Flüssigkeit nicht zuletzt den Wohlstand der Stadt Bad Münstereifel garantierte wurde sie systematisch gesammelt. Dazu ging der sogenannte Seckhannes am frühen Morgen von Tür zu Tür und füllte um, was die Nachttöpfe so hergaben (ein wahrer Traumjob 😉 ). Die Ausbeute seiner Arbeit wurde dann in den Seckturm gegossen.

Noch heute kann man den Seckturm mitten in der Fußgängerzone in Bad Münstereifel bewundern. Wer heute an ihm vorbei läuft ahnt meist nichts von seiner speziellen Vergangenheit.

Und wer jetzt schon einmal im hübschen Bad Münstereifel ist, der hat auch eine kleine, feine Auswahl ein Cafés und Restaurants (siehe unter „eifelküche“).